Bisherige Entwicklung
 
  

Bedürfnis nach Transparenz

Inspiriert vom großen Interesse, wie es am ersten Data Summit der MVB im November 2016 zum Ausdruck kam, haben sich Herbert Barkmann und Michael Schmid Anfang 2017 die Aufgabe gestellt, die unterschiedliche Behandlung und Auswertung der Informationen in der Metadaten-Verwertungskette transparent zu machen. Wir wollen verstehen und für die Branche dokumentieren, welche Informationen in welcher Art und Weise an welche Empfänger zu liefern sind, damit das Verlagsangebot am jeweiligen Endpunkt in optimaler Weise gefunden und präsentiert wird.

  

"Je vollständiger die Metadaten, desto höher der Verkaufserfolg."

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des MVB, welche die Buchverkäufe des Jahres 2013 in Abhängigkeit von der Ausstattung mit Metadaten untersucht.

"... ist der Wirkungszusammenhang zwischen einer umfassenden Ausstattung mit Metadaten und dem Verkaufserfolg als plausibel zu erachten." heisst es dort und weiter "Die Angabe von Metadaten ist weit mehr als ein Verwaltungsakt, sondern eine grundlegende Marketing- und Vertriebsmaßnahme mit erheblichem Einfluss auf den Absatz- und Verkaufserfolg."

Viele Verlage haben das inzwischen verstanden und die meisten Verlagssysteme bieten genügend Optionen, Metadaten zu erfassen und zu exportieren. Doch wie sieht es auf der anderen Seite aus, in den Shops und Online-Plattformen, wo die mit viel Mühe und Aufwand produzierten Metadaten zu eben diesem Absatz- und Verkaufserfolg beitragen sollen?

"Wir wissen doch gar nicht was der Handel damit macht!" ist eine weit verbreitete und oft gehörte Klage in den Vertriebsabteilungen der Verlage. Tatsächlich sind die Verarbeitungsregeln und die Metadatennutzung der Online-Plattformen und -Shops weitgehend Blackboxes, eben nicht leicht zu durchschauen.

Hier wollen wir Abhilfe schaffen.

  

März 2017: Zusammenarbeit mit Börsenverein und MVB

Um eine möglichst breite Grundlage und entsprechende Einbettung in der Branche zu erreichen, wurden im Frühjahr 2017 Gespräche mit MVB und Börsenverein geführt. Diese führten dazu, die Studie zunächst in Zusammenarbeit mit den Datenexperten des VLB und im Auftrag der MVB im Rahmen der IG Produktmetadaten (IG PM) des Börsenvereins zu erarbeiten. Die Anbindung an den Börsenverein sollte durch die Peer Group "Inhaltliche Erschließung" in der IG PM erfolgen.

In den folgenden Monaten zeigte sich, dass die Peer Group "Inhaltliche Erschließung" eigene interessante Ziele verfolgt, die sich an einigen Stellen mit den Inhalten und Zielen der Studie überschneiden. Um Redundanzen zu vermeiden und um die Bedürfnisse der Branche genau zu treffen, wurden Ziele und Umfang überarbeitet.

Auf dem Jahrestreffen der IG PM am 19. Juni 2017 im Haus des Buches in Frankfurt wurde deutlich, dass die Teilnehmer weiterhin großes Interesse an der formulierten Zielsetzung haben, aber den Zeitpunkt der inhaltliche Erhebung als eher ungünstig ansehen. Dies aus zwei Gründen:

  • Die gleichzeitige Arbeit der Peergroup richtet sich in weiten Teilen an identische Adressaten. So besteht die Gefahr, dass insbesondere der Handel mit zu vielen Fragebögen und Studien konfrontiert wird, die er nicht alle bearbeiten kann oder will.
  • So lange die Arbeit der Peergroup nicht weiter fortgeschritten ist, kann nicht klar entschieden werden, an welcher Stelle wirklich Dopplungen entstehen und auf welche Punkte sich die Metadatenstudie konzentrieren soll.

Deshalb wurde entschieden, das Vorhaben zunächst bis zur Buchmesse 2017 auszusetzen. Beim zweiten Jahrestreffen der IG dort sollte dann entschieden werden, wie es weitergeht und worauf exakt der Fokus liegen soll. Leider konnte diese Diskussion aus Zeitgründen nicht geführt werden.

  

Frühjahr 2018: Neustart !

Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Peer Groups der IG PM ein Projekt wie dieses nicht stemmen können. Die Peer Groups sind ein hervorragendes Mittel, um Knowhow und unterschiedliches Sichtweisen auf komplexe Themen zusammenzubringen. Sie sind nicht das Mittel der Wahl, wenn Zeit und Geld erforderlich ist, um konkrete Ergebnisse zu erzielen.

Wir haben uns daher entschieden, den Weg innerhalb der IG PM nicht weiterzugehen sondern das Verzeichnis als eigene Unternehmung neu starten. Dazu steht bis März 2018 diese Website bereit, das weitere Vorgehen ist in der Roadmap skizziert.